, Franz Müller

Herren 2. Liga / 12. Meisterschaftsrunde

Bittere Niederlage gegen Bassersdorf  

Eishockey 2.Liga: EHC Basserdorf - HC Seetal 5:4 (3:1, 1:1, 1:2)  

Der optimale Rückrundenauftakt mit 6 Punkten aus 3 Spielen sollte auch beim Spitzenteam aus der Agglo der Fliegermetropole weitergeführt werden. Abgesehen vom sportlichen Aspekt wollten die Spieler vom Fanionteam auch in emotionaler Hinsicht etwas gerade biegen, denn die Playoff-Niederlage und die 0-9-Packung zu Hause waren nicht vergessen!

Lektion zu Beginn 
Dass mit Vorsätzen alleine kein Spiel zu gewinnen ist, spürten die Seetaler gleich in den ersten Minuten. Basserdorf, ein Team mit vielen talentierten und fähigen Spielern, liess den Puck gekonnt in ihren Reihen zirkulieren, um gefährlich in den Abschluss zu gelangen. In dieser Spielphase zeigte sich dem neutralen Zuschauer auch, was eine Spitzenmannschaft ausmacht, nämlich Abgebrühtheit vom dem gegnerischen Kasten und ein effizientes Überzahlspiel. Sowohl die erste nennenswerte Chance als auch das erste Powerplay verwerteten die Zürcher zur 2-0-Führung. Wer aber jetzt an ein Debakel dachte, täuschte sich im Charakter der 1. Mannschaft des HCS. Jeder einzelne Spieler bäumte sich gegen die sich andeutende Niederlage und schob noch einmal ein Brikett nach, um das Feuer des Siegeswillen zu schüren. Und so fiel der Anschlusstreffer im Powerplay durch den im Slot stehenden Roy Soltermann, der einen satten Schuss Robi Toblers arglistig in des Gegners Maschen ablenkte. Das 3-1 kurz vor der Drittelspause änderte nichts an der Einstellung der Luzerner.

Déjà-vu im 2. Drittel
Wie im ersten Spielabschnitt überraschte der EHC Bassersdorf mit einem raschen Treffer. Und wie im Drittel und den Spielen zuvor wollte sich das Team für die Anstrengungen belohnen und es scheute keinen Aufwand. Luca Frey nahm sich ein Herz und spedierte die Scheibe kurz nach der blauen Linie nach dem Motto „Man muss dem Puck die Chance geben in das Tor zu gehen“ in die untere linke Ecke des verdutzten Torhüters. Es entwickelte sich ein spannendes und intensives Spiel, in dem weitere Tore hätten fallen können und in dem sichtbar wurde, dass der HC Seetal auch mit bescheideneren spielerischen Mitteln, aber mit Einsatz und Kampfgeist mit den oberen der Tabelle mithalten kann.

Letztes Drittel gewonnen, Punkte verloren
Im letzten Drittel dominierte der HCS streckenweise in der Art, dass sich der EHC Bassersdorf in der eigenen Zone eingekesselt sah. Es war kein Hauruck-Eishockey, sondern überlegtes und geduldiges Eishockey, wie es das Trainierteam Miro Ptacek und Rolf Wiss sehen wollten. Um die 50. Minute stellte sich die Überlegenheit endlich auch im Resultat nieder. Zuerst würgte Robi Tobler das Spielgeräte nach einem Rush über die Linie. Dass dabei auch gleich ein Verteidiger und der Goalie im Tor unter kamen, war sinnbildlich für die Wucht des Angriffes und der Spielweise des HCS. Dann doppelte Luca Frey mit seinem zweiten Treffer nach: 4-4! Zumindest diesen einen Punkt wollten die Seetaler nicht mehr hergeben. Knapp fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit nahm Coach Miro Ptacek sein Timeout, mahnte die Spieler zu Geduld und Cleverness und sah sich schiesslich mit der Tatsache konfrontiert, die nicht hätte passieren dürfen: Die Spielentscheidung zu Ungunsten der Seetaler fiel durch einen regelkonformen Schuss aus der Luft wie an einem Baseball, nach dem der Puck einer Flanke gleich an Freund und Feind durch den Slot gesegelt war.

Abhaken und neues Ziel anpeilen!
Nach der bitteren Pleite gilt es, diese abzuhaken, das Gute aus dem Match mitzunehmen, die Trainings nützen, damit am Mittwoch 18. Dezember 2019 (Beginn um 20.00 Uhr) der EHC Schaffhausen zu spüren bekommt, dass in der Südi nichts zu holen ist.

2.Liga: EHC Basserdorf - HC Seetal 5:4 (3:1, 1:1, 1:2)
SWISS Arena Kloten – 56 Zuschauer. – SR Lamers Armando, Arpagaus Lars.
Tore: 09. Soltermann Roy 2:1, 26. Frey Luca 4:2, 49. Tobler Robert 4:3, 51. Frey Luca 4:4

Strafen: EHC Basserdorf 4 x 2-Minuten; HC Seetal 6 x 2-Minuten

HC Seetal: Joller Yves, Stucki Brian; Müller Flavio, Müller Damian, Bucher Patrick, Soltermann Roy, Burger Manuel, Zimmermann Fabian; Mathis Pascal, Schwegler Mauro, Hodel Lukas, Frey Nico, Frey Luca, Rogger Fabian, Nick Yves, Tobler Robert, Pfranger Nando.