, Franz Müller

Herren 2. Liga / 2. Meisterschaftsspiel Saison 2020 / 2021

Zweimalige Aufholjagd nicht belohnt

Eishockey, 2. Liga: HC Seetal – EHC Wallisellen  4:7 (1:2 / 1:4 / 2:1)

Alles war angerichtet zur Premiere mit der neuen Tribüne und dem ersten Heimspiel. Mit viel Einsatz bei allen Beteiligten neben und auf dem Eis reichte es wieder nicht für Punkte.

Nach den vielen Veränderungen, sei es im Eisstadion mit den sehr positiven baulichen Anpassungen, der ganzen Corona-Geschichte mit den Masken und dem verstärkten Kader im Fanionteam wollte man dem grossen Besucheraufmarsch eine sportliche Höchstleistung bieten. Der Gegner aus Wallisellen war als letzter Playoff-Gegner bestens bekannt. Ein Kaliber mit Aufstiegsambitionen musste bezwungen werden. Dass dies kein leichtes Spiel sein sollte, zeigte das Startdrittel. Der HC Seetal war von Beginn weg willens, Paroli zu bieten, was aber schon früh mit zwei schnellen Gegentoren im Keime zu ersticken schien. Beide Treffer waren eher harmlos und nicht zwingend erfolgt. Die Ptacek-Truppe liess sich nicht beirren und spielte mit Mut nach vorne. Mit einer schönen Kombination in den HCS-Reihen vollendete Roy Soltermann unbehelligt zum Anschlusstreffer. Ein Spiel auf Augenhöhe, mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Das Heimteam war dem Ausgleich sehr nahe, sie suchten sofort und mit viel Offensivdruck den Ausgleich. Das «schwarze Runde» blieb vor der Torlinie stehen bis zur Pause.

Zehn katastrophale Minuten

Die Seetaler witterten nun wieder Morgenluft. Als Robi Tobler nach 26 Minuten mit seinem unwiderstehlichen Solo zum Ausgleich skorte, lag ein Sieg wieder in Reichweite, man schnupperte daran, aber vergass zugleich weiterhin konsequent die kleinen Dinge richtig zu tun. Der HCS stürmte nach vorne, mit allen Mitteln, wollte die Führung erzwingen. In der Folge zeigten aber die Walliseller ihre Klasse und die nötige Effizienz innert 10 Minuten gnadenlos auf. Sie benötigten keine Minute zur 4:2-Führung, liessen die Seetaler ins Messer laufen und liessen gleich nochmals 2 Tore innert 3 Minuten folgen. «Dank» den eher vermeidbaren Strafen wurde das Skoren für den Gegner leicht gemacht. Mit dem Resultat von 2:6 nach 40 Minuten dachte wohl schon mancher Zuschauer, die Partie sei verloren und nicht mehr einholbar.In der Kabine fanden sicher einige motivierende Moralspritzen statt, nur so konnte man die Reaktion der Seetaler erklären. Das Trainergespann Miro Ptacek und Rolf Wyss forderte vom Team eine deutliche Reaktion, welche auch prompt folgte.    

Chance war noch intakt

Noch in der Anspielminute enteilte Lars Jauch unwiderstehlich der ganzen Hintermannschaft und düpierte zuletzt noch den Zürcher Torhüter mit seinem perfiden Schuss oben links zum 3:6. Der HC Seetal war nun am Drücker, sie waren dem Gegner in dieser Phase nicht nur ebenbürtig. Sie drückten die Walliseller immer wieder ins eigene Drittel, aber ohne weiteren Skorerpunkt. In der 50. Minute startete Robi Tobler mit einem seiner berüchtigten Sololäufe durch und liess dem Schlussmann keine Chance beim 4:6. Hoffnung keimte auf, aber leider nur bis zur 54. Minute. Mit einem «Sonntagsschuss» nur 4 Minuten später nahm Wallisellen dem HC Seetal den letzten Funken Hoffnung. Der Gegner stellte sicher das bessere Team, aber an diesem Abend wäre eine Ueberraschung drin gelegen. Trainer Ptacek weiss, wo er noch ansetzen muss. «Jeder Spieler muss seine Aufgaben über 60 Minuten wahr nehmen. Zudem wird sich die Spielkultur nach den vielen Kadermutationen in naher Zukunft verbessern, Abläufe werden automatisert und bringen mehr Druck auf das gegnerische Gehäuse.»

Eine weitere Gelegenheit hat das Team am kommenden Samstag, 03. Oktober ab 20:30 Uhr in der Academy Arena in Zug gegen EV Zug 2, die erhofften 3 Punkte einzufahren.

Eishockey, 26.09.2020, 2. Liga: HC Seetal – EHC Wallisellen  4:7 (1:2 / 1:4 / 2:1)

Iceline Seetal – 152 Zuschauer
Tore: 11. Soltermann  1:2; 26. Tobler Robi 2:2, 41. Jauch Lars 3:6, 50. Tobler Robi 4:6
Strafen: HC Seetal 8 x 2-Minuten plus 1x 10-Minuten, EHC Wallisellen 5 x 2-Minuten plus 1x 10-Minuten
HC Seetal: Joller Yves, Irniger Joshua; Müller Flavio, Bucher Elio, Zimmermann Fabian, Blättler Adrian, Rogger Fabian, Hodel Lukas; Mathis Pascal, Soltermann Roy, Schwegler Mauro, Frey Luca, Nick Yves, Tobler Robert, Eugster Toni, Jauch Lars, Meyer Roman, Pulice Francesco